Keramik und die vier Elemente.

Keramik und die vier Elemente.

Aus dem Zusammenspiel von Erde, Wasser, Luft und Feuer wird ein Gegenstand, der nützlich und schön gleichzeitig ist und jeden Tag - potenziell für die Ewigkeit - Freude bringen kann. Das fasziniert mich unglaublich an Keramik.

Erde.

Ton. Eine Sammlung von Mineralen, Wasser und anderen Rohstoffen in unterschiedlichen Anteilen, über Millionen von Jahren entstanden. Bei Ton handelt es sich um „einen wichtigen Bestandteil der geologischen Schichten, aus denen sich die Erdoberfläche bildet. Auch heute noch entsteht durch Einwirken von Witterung und Naturgewalten neuer Ton - und zwar jeden Tag mehr, als wir jemals in Töpfereien oder für andere Verwendungszwecke verbrauchen könnten.“ (1)

Wasser.

Schon im Entstehungsprozess des Tons spielt es eine wichtige Rolle, doch auch in der Verarbeitung geht nichts ohne. Nur feuchter Ton ist formbar. Ist da zu viel des Guten, wird aus dem Ton Schlicker - eine cremige Masse, die sich ideal zum Anbringen von Henkeln eignet.

 

Luft.

Sie sorgt dafür, dass der Ton, sobald er die gewünschte Form hat, trocknet. Die getrockneten Stücke, die sogenannte Grünware, ist stabil, doch gleichzeitig spröde, sehr empfindlich, kann zersplittern. Kommt der Ton jetzt wieder mit Wasser in Berührung, kann er nochmals aufbereitet und neu geformt werden.

Feuer.

Das Feuer macht die Magie. Naja, okay, heutzutage ist es meist die Hitze aus elektrischen Brennöfen, aber bleiben wir einfach einen Moment bei den Elementen. Das Feuer macht aus Ton Keramik. Gebrannte Erde, potenziell für die Ewigkeit.

 

(1)  Rhodes, Daniel; Hopper, Robin: Ton und Glasur. Hanusch Verlag, Koblenz, 2006

Bild 1: @ Patricia Weisskirchner

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